
Wall-E dreht sich ganz um Liebe, Einsamkeit und Sehnsucht, wie es unser niedlicher Held Wall-E selbst verkörpert. Er hat Hunderten von Jahren auf einer verlassenen und ökologisch verwüsteten Erde geschuftet, wo Müllberge und Trümmer in den Himmel ragen. Wall-E ist im Grunde genommen ein Müllverdichter, dem die Aufgabe obliegt, diese gigantischen Müllhaufen zu ordnen und zu verdichten – in einem fruchtlosen Bemühen, den Abfall und die Überreste zu bereinigen, die das Leben zerstört und die Menschen dazu gezwungen haben, den Planeten zu verlassen. Die Eröffnungsszenen des Films erzählen die Geschichte vom Untergang der Erde auf brillante Weise, während gleichzeitig Wall-E seinem täglichen Rhythmus nachgeht. Es wird deutlich gemacht, dass Wall-E der letzte überlebende Roboter seiner Art ist, da seine mittlerweile kaputt gegangenen Brüder über die trostlose Landschaft verstreut liegen. Zum Glück liefern sie die passenden Teile, um Wall-E ständig zu reparieren. Gleichzeitig wird klar, dass Wall-E durch seine jahrhundertelange Einsamkeit eine Persönlichkeit entwickelt hat. Sein einziger Freund ist eine verdammt süße Kakerlake, die als sein Haustier fungiert und ihm überallhin folgt, während er Müll stapelt und Fundstücke aus dem Trümmerlabyrinth sammelt. Wall-E ist ein neugieriger kleiner Kerl und hat sein provisorisches „Haus“ in eine gigantische Vitrine für seine geliebten Fundstücke verwandelt. Wall-E hat auch eine Vorliebe für Musik entwickelt und verbringt jeden Abend damit, seine alte Videokassette Hello, Dolly! zu sehen und dabei die Tanzroutinen des Films zu lernen. Natürlich gibt es noch mehr an Wall-E als seine Neugier auf diese seltsamen menschlichen Fundstücke. Er hat eine Sehnsucht nach Gesellschaft entwickelt.