
In irgendeinem unbestimmten „Jetzt“ ist eine zusammengewürfelte Gruppe überlebender Mutanten in irgendeiner Art epischem Kampf mit bedrohlich wirkenden Robotern verwickelt, die eine unheimliche Ähnlichkeit mit einem bestimmten Metallgiganten haben, der die titelgebende Figur von Brad Birds The Iron Giant war. Der Film setzt den Zuschauer fast direkt mitten ins Geschehen, wobei etwas mit Kitty Pryde (Ellen Page) und Bishop (Omar Sy) vor sich geht, die sich vom eigentlichen Schlachtfeld entfernen, um irgendeine Aktivität zu verfolgen, bei der Kitty einen blauen Energiestrom um Bishops Kopf hält. Während diese Eröffnung deutlich klarmacht, dass die riesigen Sentinels (die in Wahrheit nicht aus Metall bestehen und daher Magnetos „Talismanen“ gegenüber immun sind) sich an die Fähigkeiten verschiedenster Mutanten anpassen können und nahezu sofort „Gegengifte“ bieten, die ihnen die Oberhand sichern, kann der Film doch nicht ganz vor einer etwas plumpen Exposition entkommen, nachdem sich die Ereignisse endlich beruhigen und die Grundkonstellation von Charles Xavier (Patrick Stewart in diesem „aktuellen“ Zeitrahmen) erläutert wird. Es stellt sich heraus, dass Bolivar Trask bereits 1973 Sentinels mit dem ausdrücklichen Zweck gebaut hatte, die damaligen aufkommenden Mutanten zu identifizieren und zu eliminieren. Raven und/oder Mystique (je nachdem, wie man sie nennen möchte) hatten Trasks inneren Kreis infiltriert, um ihn umzubringen, doch die Regierung wartete auf sie und sie wurde gefangen genommen. Mit ihrer Formwandlungs-DNA nun verfügbar, war es Trask möglich, die Sentinels so umzubauen, dass sie sich sofort verwandeln können, wodurch sie im Grunde unempfindlich gegen jeden Angriff der besonderen Kräfte eines Mutanten werden. Anders formuliert: Wenn Bobby Drake (Shawn Ashmore) seine Eisproduktion nutzt, um einen Sentinel zu gefrieren, kann der Roboter einfach sofort erhitzen, um das Eis zu schmelzen. Was soll ein Mutant da nur tun?