
Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass The Witch eindeutig mein Lieblings-Horrorfilm des letzten Jahrzehnts ist und ohne Übertreibung zu meinen Lieblingsfilmen aller Zeiten gehört. Was Robert Eggers mit dem Film erreicht hat, war ein Erlebnis von unverwechselbarer, düsterer, allumfassender Angst, und egal, wie oft ich ihn schaue (und das ist oft!), es verliert nie seine Wirkung. Natürlich war ich begeistert, als The Lighthouse vorgestellt wurde, mit zwei wahrlich der größten, faszinierendsten Schauspielerinnen und Schauspieler, die heute arbeiten, in einer Hauptrolle nach der anderen. Es freut mich außerordentlich zu sagen, dass The Lighthouse nicht nur alle meine kühnsten Erwartungen erfüllt, sondern deutlich übertroffen hat. Zwar kein Horrorfilm im strengsten Sinn des Wortes, doch der Film ist voller derselben allgegenwärtigen Bedrohung, einer drohenden Dunkelheit, die alles durchdringt. Die gleiche visuelle Poesie, die The Witch so charakteristisch und erinnerungswürdig machte, bleibt erhalten und wird durch die perfekte Entscheidung, in Schwarzweiß, 35-Millimeter zu drehen, noch weiter definiert. Eggers hat zweifellos einen Stil, und seine Tendenzen sind hier in voller Kraft zu spüren. Das Gefühl völliger Isolation ist vollkommen. Die epischen, poetischen, manchmal zurückhalteten, doch oft überlebensgroßen Darstellungen der beiden Hauptdarsteller sind ein fesselnder Höhepunkt ihrer Fähigkeiten. Ihre Chemie ist unübersehbar, und der Film ist visuell gigantisch. Alles daran, wie er aussieht, klingt und vor allem sich anfühlt, ist üppig und von manischer Begeisterung durchdrungen. Ich bin völlig, absolut verliebt in diesen Film, und er ist ein phänomenales Begleitstück zu The Witch. Zu sagen, ich sei hoffnungsvoll bezüglich des lang in Entwicklung befindlichen Nosferstu-Remakes, wäre eine Untertreibung, und ich warte offiziell ungeduldig auf The Northman. SCHAU DIESEN FILM!!!